Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für sämtliche Verträge über heilkundliche Psychotherapie zwischen Sebastian Krummenacher, Heilpraktiker für Psychotherapie (nachfolgend „Praxis"), und der behandelten Person (nachfolgend „Klient:in"). Sie gelten in der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Fassung. Abweichende Bedingungen der Klient:in finden keine Anwendung, sofern ihnen nicht ausdrücklich schriftlich zugestimmt wurde.
§ 2 Vertragsgegenstand
Gegenstand des Vertrags ist die Durchführung heilkundlicher Psychotherapie nach der Methode Internal Family Systems (IFS) im Rahmen der Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie. Die Sitzungen finden im Schwerpunkt als Videosprechstunde statt. Die Praxis schuldet eine fachgerechte Behandlung nach den anerkannten Regeln ihres Fachgebiets, jedoch keinen bestimmten Behandlungserfolg. Es wird kein Heilversprechen abgegeben.
§ 3 Zustandekommen des Vertrags
Vor Beginn der eigentlichen Therapie findet ein kostenloses Erstgespräch statt, in dem geklärt wird, ob die Zusammenarbeit passt. Bereits das Erstgespräch erfolgt als heilkundliche Leistung mit den Sorgfalts- und Dokumentationspflichten der §§ 630a ff. BGB. Der Behandlungsvertrag kommt zustande, bevor die ersten regulären Sitzungen beginnen — durch übereinstimmende Willenserklärung beider Seiten. Die Buchung von Terminen erfolgt online über das Buchungssystem der Praxis.
§ 4 Honorar & Fälligkeit
Das Honorar beträgt 120 € je Sitzung von 50 Minuten und 190 € je Sitzung von 90 Minuten. Das Erstgespräch ist kostenlos. Die Praxis arbeitet ausschließlich auf Selbstzahlerbasis; eine Abrechnung mit gesetzlichen oder privaten Krankenkassen erfolgt nicht. Das Honorar wird nach Wahl der Klientin bzw. des Klienten je Sitzung oder monatlich gesammelt (Rechnungsstellung zu Monatsbeginn für den Vormonat) in Rechnung gestellt und ist innerhalb von 14 Tagen nach Zugang der Rechnung per Überweisung auf das dort genannte Konto zu zahlen.
§ 5 Absage & Ausfallhonorar
Vereinbarte Termine können bis 48 Stunden vor Sitzungsbeginn kostenfrei abgesagt oder verschoben werden. Bei Absage zwischen 48 und 24 Stunden vor Sitzungsbeginn werden 50 % des Honorars als pauschalierte Ausfallentschädigung berechnet, bei Absage weniger als 24 Stunden vorher oder bei Nichterscheinen 100 %. Der Klient:in bleibt der Nachweis unbenommen, dass der Praxis kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist; der Praxis bleibt der Nachweis eines höheren Schadens unbenommen. Kann der Termin anderweitig vergeben werden, entfällt die Ausfallentschädigung. Maßgeblich ist der Zugang der Absage bei der Praxis. Sagt die Praxis einen Termin ab, entsteht keine Ausfallentschädigung; ein Ersatztermin wird angeboten.
§ 6 Schweigepflicht & Datenschutz
Die Praxis unterliegt der berufsrechtlichen Schweigepflicht. Alle im Rahmen der Behandlung bekannt gewordenen Informationen werden vertraulich behandelt. Die Verarbeitung personenbezogener Daten — insbesondere von Gesundheitsdaten i. S. d. Art. 9 DSGVO — richtet sich nach der Datenschutzerklärung, die ergänzend gilt.
§ 7 Mitwirkung, Grenzen des Online-Settings & kein Notdienst
Eine erfolgreiche Therapie setzt die aktive Mitwirkung der Klient:in voraus. Die Behandlung im Online-Setting setzt zudem voraus, dass sie im Einzelfall fachlich vertretbar ist; dies wird im Erstgespräch und fortlaufend geprüft. Zeigt sich im Verlauf, dass eine Behandlung vor Ort oder eine ärztliche Abklärung besser geeignet ist, teilt die Praxis dies mit, beendet die Online-Behandlung gegebenenfalls und gibt Empfehlungen für die Weiterbehandlung. Die Praxis ist ausdrücklich kein Notdienst und steht nicht für die Versorgung akuter Krisen oder Notfälle zur Verfügung. In einer akuten Krise wenden Sie sich bitte an die unter Notfälle & Hilfe genannten Stellen.
§ 8 Haftung
Die Praxis haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen. Im Übrigen ist die Haftung auf die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten beschränkt und der Höhe nach auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Eine weitergehende Haftung ist ausgeschlossen.
§ 9 Widerrufsrecht
Verbraucher:innen steht bei im Fernabsatz geschlossenen Verträgen ein gesetzliches Widerrufsrecht zu. Die Einzelheiten — einschließlich Widerrufsfrist, Ausübung und Muster-Widerrufsformular — ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung. Auf ausdrücklichen Wunsch kann die Behandlung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnen.
§ 10 Vertragssprache & Schlussbestimmungen
Vertragssprache ist Deutsch. Werden diese AGB oder andere Vertragsdokumente in weitere Sprachen übersetzt, dient die Übersetzung nur der Information; rechtlich verbindlich ist ausschließlich die deutsche Fassung. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland; zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem die Klient:in ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben unberührt. Die Praxis ist zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle weder verpflichtet noch bereit (§ 36 VSBG). Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzlich zulässige Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
Stand: Juli 2026